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    <title> (Rubrik:Bandtagebuch.)</title>
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    <dc:publisher>shhhh</dc:publisher>
    <dc:creator>shhhh</dc:creator>
    <dc:date>2005-01-25T20:34:01Z</dc:date>
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  <item rdf:about="http://freakshow.twoday.net/stories/316124/">
    <title>rock on schmallenberg. das letzte kapitel. edit.</title> 
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    <description>&lt;i&gt;Ein Selbstversuch: Die Erlebnisse einer fast gescheiterten Deutschpopband, die ein halbes Jahr weder gespielt, noch geprobt, zwischenzeitlich den Drummer verloren, und gestern Abend erfahren hat, da&amp;szlig; sie &amp;uuml;bermorgen Abend als Gewinner eines Talentwettbewerbes auf einem Stadtfest im tiefsten Sauerland spielt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kapitel 4. Samstag, 28.8.&lt;br /&gt;
And you will know us bei the trail of Kronkorken. &lt;br /&gt;
Oder: Ich war mit Tom Astor auf&apos;m Klo, und ich schw&amp;ouml;re es roch nach Weihrauch.&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(F&amp;uuml;r alle, die den Anfang nicht mitverfolgt haben: Hier gibt&apos;s die &lt;a href=&quot;http://freakshow.twoday.net/topics/Bandtagebuch./&quot;&gt;komplette Geschichte&lt;/a&gt; von unten nach oben. Und wer die Sache aus Sicht der anderen Partizipienten lesen will: Hier der &lt;a href=&quot;http://sportraucher.twoday.net/stories/316044/&quot;&gt;Herr Sportraucher&lt;/a&gt;, und da die &lt;a href=&quot;http://blasebalg.twoday.net/stories/315620/&quot;&gt;Frau Blasebalch&lt;/a&gt;. Das nennt man dann Metablogging, oder so.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9 Uhr&lt;br /&gt;
Mein Wecker sollte um 10 klingeln, ich bin aber schon um 9 wach. Wahrscheinlich liegt es daran, da&amp;szlig; ich noch relativ viel zu tun habe. Den Synthie so programmieren, da&amp;szlig; ich auf Knopfdruck durch unsere Setlist skippen kann. Die Haare aus meinem Gesicht entfernen. Meine Beine rasieren, falls ich doch einen Rock tragen sollte. Also, erstmal Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck, und dann los.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/fruehstueck.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;F&amp;uuml;r Shhhh-Verh&amp;auml;ltnisse schon das Deluxe-Fr&amp;uuml;hst&amp;uuml;ck: 4fach Espresso, frischgepresster O-Saft und eine Kippe. F&amp;uuml;r den gesunden Start in den ereignisreichen Tag. &lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.30 Uhr&lt;br /&gt;
Ich beschliesse, meinen Synthie um einen Spickzettel zu erweitern. Ja, das ist armseelig, irgendwie, aber andererseits bin ich nicht mehr der j&amp;uuml;ngste, und mir f&amp;auml;llt es immer schwerer, eine eigens erdachte Notenfolge l&amp;auml;nger als 5 Minuten im Kopf zu behalten. Abgesehen davon: Gibt ja auch Sicherheit, so&apos;n Spicker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/fake.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;In der Schule gelernt: Unauff&amp;auml;llige Spickzettel. So merkt keiner, da&amp;szlig; ich eigentlich garnicht wei&amp;szlig;, was ich mache. Fr&amp;uuml;her hab ich mir immer Nummern auf die Tasten und passend dazu auf die Finger gemalt, aber nach zwei Songs kommt man dann durcheinander.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
11 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;a href=&quot;http://eriador.twoday.net/&quot;&gt;Frau Eriador&lt;/a&gt; taucht auf, um mir bei den B&amp;uuml;hnenklamotten zu helfen. Dachte ich. Stattdessen f&amp;uuml;hrt sie mir ihre Neuwerwerbungen vor: Eine tolle Hose und ein paar coole Sneaker. Beides sehr sexy, aber das mag eher an Frau E. als an den Sachen liegen. Schlussendlich sucht sie mir dann doch noch ein passendes Ensemble aus, kommt aber nicht umhin, mir mehrmals an den Kopf zu werfen, da&amp;szlig; ich einen beschissenen Schuhgeschmack habe. Was dabei jedoch vergessen wird: Schicke Schuhe in Gr&amp;ouml;&amp;szlig;e 47 muss man erstmal finden...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.30 Uhr&lt;br /&gt;
Mit einer eiskalten Cola und meinem pr&amp;auml;parierten Synthesizer bewaffnet, treffe ich durchgeschwitzt im Proberaum ein. Herr Bassist scheint die Nacht durchgemacht zu haben, zumindest sitzt er regungslos auf dem Boden, w&amp;auml;hrend &lt;a href=&quot;http://sportraucher.twoday.net/&quot;&gt;Herr Sportraucher&lt;/a&gt; auf der Bassgitarre des Komapatienten rumzockelt. Ob das ein Versuch war, den Bassisten zu wecken, wei&amp;szlig; ich nicht, aber es funktioniert auch nicht wirklich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/bassmann.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Koma vom Vorabend. Herr Bassist versucht mittels Sportraucherequipment wieder wach zu werden.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14.40 Uhr&lt;br /&gt;
Wir haben nochmal das komplette Set durchgespielt, noch ein paar Songs hinten dran gepackt, und sind jetzt v&amp;ouml;llig durchgeschwitzt, aber Abfahrbereit. Eigentlich m&amp;uuml;ssten wir uns jetzt umziehen, aber da Herr Bassist wohl irgendwie seinen Anzug verloren hat, bleibt&apos;s beim casual Jungrockstar-Outfit mit Jeans und T-Shirt. Wie gut, da&amp;szlig; ich ein Mediengruppe Telekommander-Shirt trage: So kann ich wenigstens behaupten, wir w&amp;auml;ren die, falls irgendwas schief l&amp;auml;uft. Erstaunliche Feststellung am Rande: Das komplette Equipment passt in den Kofferraum des Sportrauchermobils.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.00 Uhr&lt;br /&gt;
Wir treffen an meinem Arbeitsplatz ein: Setlisten Ausdrucken, Gratis-CDs bekleben und die Anfahrt nach Schmallenberg raussuchen. Ich bemerke, da&amp;szlig; der Zustand des Herrn Bassisten so desolat ist, da&amp;szlig; er nichtmal mehr in der Lage ist, vern&amp;uuml;nftig im Internezz zu surfen. Die Schlussfolgerung: Hoffentlich spielt er nicht so Bass, wie er surft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.40 Uhr&lt;br /&gt;
Ready for Abfahrt. Vorher noch unsere neue Managerin Frau E. abholen, sie sich jedoch unverschuldet eine satte halbe Stunde versp&amp;auml;tet. Herr Bassist pennt, Herr Sportraucher ist zappelig, und ich beschliesse, den Veranstalter anzurufen, um ihm zu sagen, da&amp;szlig; wir uns ernsthaft versp&amp;auml;ten werden. Ich will wissen, wann wir denn nun genau spielen, und er packt endlich mal Details aus: Wann wir spielen erfahren wir vor Ort, denn daraus ergibt sich wohl des Ranking der drei Gewinnerbands. Will hei&amp;szlig;en: Der drittplatzierte er&amp;ouml;ffnet, und der Sieger darf zuletzt. Interessante Nebeninformation: Soundcheck hat wohl schon stattgefunden, und es waren wohl insgesamt 28 Bands, die sich beworben haben. In der Jury sa&amp;szlig; unter anderem auch Tom &quot;Weihrauch&quot; Astor pers&amp;ouml;nlich. Ich frage mich, ob wir das als Kompliment auffassen sollen, da&amp;szlig; Tom Astor uns gut findet. Ich mu&amp;szlig; an die Mediengruppe Telekommander denken: &quot;...das ist die Frage, die sich nicht stellt, wenn man dem Management so gut gef&amp;auml;llt...&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.15 Uhr&lt;br /&gt;
Frau E. taucht auf, entschuldigt sich vielmals, und wir rasen endlich los. Ted Leo dr&amp;ouml;hnt aus den Boxen. Unterwegs stellen wir fest, wieviel Gegend es doch im Sauerland gibt. Auch interessant: Ortschaften namens Hundesossen. Einmal Pommes Pudel bitte. Irgendwo auf halber Strecke wird Herr Bassist pl&amp;ouml;tzlich wach und gibt dedizierte Fahrwanweisungen, die sich als richtig entpuppen. Wir beschliessen kollektiv, ihn ab heute nur noch Falk zu nennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/spmobiel.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Le Sportrauchermobil macht seinem Namen alle Ehre!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.12 Uhr&lt;br /&gt;
Eintreffen in Schmallenberg. Das Stadtfest scheint sich um den Marktplatz zu konzentrieren, der nat&amp;uuml;rlich nicht so befahrbar ist, wie man sich das mit einem Haufen Equipment im Kofferraum w&amp;uuml;nschen w&amp;uuml;rde. Ich steige aus, haste zur B&amp;uuml;hnenr&amp;uuml;ckseite, wo ein kleiner Container steht, der wohl der Backstageraum sein soll. Junge Menschen tummeln sich dort, die sich als Mitglieder der anderen beiden Bands entpuppen. Eine Band scheint einen Fanclub mitgebracht zu haben, denn &amp;uuml;berall rennen kleine Kinder und erwachsene Frauen mit  Bandshirts rum, auf denen Kiss the Frog steht. Ein Verantwortlicher ist jedoch nicht zu finden. Ein Gespr&amp;auml;ch mit einem der anderen Musiker kl&amp;auml;rt einiges auf: Soundcheck gibt&apos;s gar keinen, nur den sogenannten Linecheck (also Soundcheck w&amp;auml;hrend des Auftritts), und wir sollen unseren Krempel mal ruhig in den Backstageraum stellen, da st&amp;uuml;nde &amp;uuml;brigens auch Bier, und &amp;uuml;berhaupt sei das hier alles unter aller Sau, totales Chaos und so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/astoria.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Man kann sich nur w&amp;uuml;nschen, irgendwann mal auch Fans wie Tom Astor zu haben. Die Jungs sind riesig! Und schwer in Ordnung.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.30 Uhr&lt;br /&gt;
Der Wagen ist weggeparkt, das Equipment verladen, und wir werden endlich aufgekl&amp;auml;rt. Leider nicht im sexuellen Sinne, sondern nur, was den Talentwettbewerb angeht. Wir spielen als zweite Band, folglich haben wir auch den zweiten Platz gemacht, sollen aber so tun, als w&amp;uuml;ssten wir von nichts. Man gibt uns 30 Minuten plus Umbauzeit, und wir sollen blo&amp;szlig; nicht l&amp;auml;nger machen, weil Gott Astor p&amp;uuml;nktlich um 21 Uhr anfangen will. Unterdessen setze ich mich beim Gitarristen der erstplatzierten Band (das ist die mit dem Kinder- und Hausfrauenfanclub) in die Nesseln, da ich dachte, er w&amp;auml;re einer der Veranstalter. &quot;Find ich merkw&amp;uuml;rdig, da&amp;szlig; wir da mit den zwei andern Bands zusammen spielen sollen. Die sind ja so&apos;n bisschen gef&amp;auml;lliger und brav, und wir sind ja eher rotzig...&quot;. Tat ihm weh, und war von meiner Seite nat&amp;uuml;rlich v&amp;ouml;llig unangebrachte Arroganz. Dennoch, wenn mir dieser Gitarrist dann sagt: &quot;Ach, ihr habt was mit 170 BPM? Wir haben einen Kracher mit 200 BPM drin!!!&quot;, und letztendlich doch nur eine (zugegeben professionell gemachte) Art Balladenrock von der B&amp;uuml;hne schallt, dann mu&amp;szlig; ich kein schlechtes Gewissen haben. Auff&amp;auml;llig: Ich h&amp;ouml;re mehrmals, da&amp;szlig; man ja eigentlich gar nicht bei solchen Wettbewerben mitmachen w&amp;uuml;rde. Das sei ja ein bisschen peinlich und so. Kinders, warum seid ihr dann hier?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.36 Uhr&lt;br /&gt;
&quot;Ihr seid die Band, die wie Sportfreunde Stiller klingt?&quot;. Autsch, der tat weh.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/groupie.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Schmallenberger Rockbraut. Man glaubt es nicht, aber wir machen Musik f&amp;uuml;r alle Altersgruppen. Echt!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/hose.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Schmallenberger Rockboy. Oder eher Hosenboy. Frisch vom B&amp;auml;cker, und Hose immer sch&amp;ouml;n bis zur Brust rauf, damit noch was mit Schokobr&amp;ouml;tchen geht und so.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.12 Uhr&lt;br /&gt;
Die erste Band ist zu Gange. Leider f&amp;auml;ngt&apos;s zu regnen an, aber wenn man &quot;Rain doesn&apos;t matter&quot; hei&amp;szlig;t, ist das ein ganz klares Eigenverschulden. Man mu&amp;szlig; den Schmallenbergern zu Gute halten, da&amp;szlig; ihnen Regen nichts auszumachen scheint. Im Gegenteil, die Schmallenberger Dorfgemeinschaft hat sichtlich Spa&amp;szlig;. Genauso wie die Band, die den Moderator der Veranstaltung (sowas wie der Schmallenberger Gerhard Meyer-Vorfelder in alt) zu Beginn ihres Gigs auf die Schippe nimmt. Ausser uns wei&amp;szlig; das jedoch niemand, und deshalb war&apos;s auch nur halb so lustig. Lustig war jedoch Leder-Lotte, die immer ganz vorne am B&amp;uuml;hnenrand stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;300&quot; height=&quot;400&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/leder.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Leder-Lotte ist absoluter Musik-Fan, und steht immer ganz vorne, wenn irgendwo in Schmallenberg gerockt wird. Weil sie den Bands auf der B&amp;uuml;hne gefallen will, geht sie manchmal an den B&amp;uuml;hnenrand, um sich von ihrer Mutter eine B&amp;uuml;rste zu leihen, und sich die Haare zu b&amp;uuml;rsten. Man mu&amp;szlig; ja auch gut aussehen, wenn man Groupie ist.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.20 Uhr &lt;br /&gt;
Gerhard Meyer-Vorfelder will wissen, wie man uns ausspricht. Ich notiere ihm die Sachen in Lautschrift. L&amp;auml; M&amp;auml;rkr&amp;auml;di. Ihr seid aus Siegen? Jep, aber bitte nicht laut sagen, Sie wissen schon, die Feindschaft zwischen Sieger- und Sauerland. Ja, ja.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/rain.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Lustig: Die S&amp;auml;ngerin von der Regenband hat die ganze Zeit so getan, als w&amp;auml;r sie Franz&amp;ouml;sin. War sie aber nicht. Gerhard Meyer-Vorfelder und das Publikum sind drauf reingefallen, aber wir nicht, weil wir ja auch clever Kerls sind. Vorne sieht man einen kameramann, der wohl immer so getan hat, als w&amp;uuml;rd er unsere Texte mitsingen, um bei Frau Eriador Eindruck zu schinden. Da der aber unsere Texte nicht kannte, mu&amp;szlig; das wohl sehr unbeholfen ausgesehen haben, und mit der Tour kann man nat&amp;uuml;rlich nicht bei so Premium-Band-Managerinnen wie Frau E. landen. Da muss man schon richtig mitsingen, sonst gibt das nix...&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.34 Uhr&lt;br /&gt;
Wir sind dran. Ruckzuck ist das Equipment aufgebaut. Kurzer Line-Check, dann geht&apos;s los. In der Mitte Herr Sportraucher, rechts Falk der Bassist, und links ich. Meyer-Vorfelder stellt uns vor, spricht den Namen aus, und sagt wir seien aus Soest. Letztendlich packt uns dann doch der Lokalpatriotismus, und ich rufe &quot;Siegen&quot; r&amp;uuml;ber. Sportraucher legt los: &quot;Guten Abend Schmallenberg, wir sind Tom Astor, und der n&amp;auml;chste Song hei&amp;szlig;t &apos;Das glaubst nur Du!&apos;&quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.38 Uhr&lt;br /&gt;
...Liebes Schmallenberg, nat&amp;uuml;rlich sind wir nicht Tom Astor. Aber wir w&amp;auml;ren gerne wie Tom Astor. Und der n&amp;auml;chste Song hei&amp;szlig;t: &quot;Besser nicht!&quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.40 Uhr&lt;br /&gt;
Ich rutsche aus, weil der B&amp;uuml;hnenboden na&amp;szlig; ist. Peinlich sowas, vor allem, wenn man Keyboarder ist. Die sollten sich ja eigentlich nicht bewegen. Mittendrin registriere ich eine grinsende Frau Eriador und ein paar mitwippende Schmallenberger. Scheint ja doch anzukommen, unser Krach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/arbeit.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;So sah das aus! Alles nass und glatt, und gelbes Licht auf meinem Keyboard, und &apos;ne Nebelmaschine gab&apos;s auch. Links am Rand sieht man Frau E., die sich da wahrscheinlich ein bisschen f&amp;uuml;r uns gesch&amp;auml;mt hat. Rechts am Rand ist Leder-Lotte, der das wohl zu wenig Rockmusik war, was wir da gemacht haben. Kann aber auch sein, da&amp;szlig; die Falk den Bassisten toller fand, als Herrn Sportraucher und mich.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
18.59 Uhr&lt;br /&gt;
...Irgendjemand im Publikum, der Paul hei&amp;szlig;t? Jep, Du hast Pech gehabt. Unser letzter Song hei&amp;szlig;t: Paul muss sterben!...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/buehne.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;V&amp;ouml;llig l&amp;auml;ssig: Sportraucher mit Equipment auf der B&amp;uuml;hne, dahinter ein erigierter Bassist.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.03 Uhr &lt;br /&gt;
Abbau und Abmarsch. Unterdessen hat Frau E. ganze 17 CDs im Publikum verteilt. Bl&amp;ouml;derweise nur an Kinder, weil ich Vollidiot vollmundig irgendwas von Gratis-CDs ins Mikro gen&amp;ouml;hlt habe. &amp;Uuml;berhaupt mu&amp;szlig; mein Moderationsbeitrag sehr peinlich gewesen sein. Da herrscht noch Handlungsbedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Sachen in den Wagen verstaut. Unterdessen kommt der eine Paul, der sich gemeldet hat, auf uns zu. Typ ichhaudireinerein. Ich ahne schreckliches, doch er sagt nur: Ne, keine Angst, ich hei&amp;szlig;e Freddie, hab euch verarscht! Haha. Trotzdem netter Kerl, wenn auch besoffen. Herr Sportraucher wird von irgendwelchen Musikmenschen aus Bremen angesprochen, riecht nach Kontakt, sagt mir aber in dem Moment nichts. Und dann mit ordentlich Backstage-Bier bewaffnet ab ins Publikum, um der Siegerband Kiss the Frog beim rocken zuzuschauen. Ist nicht ganz nach meinem Geschmack, weil irgendwie sehr steif, aber den Menschen gef&amp;auml;llt&apos;s und da kann man ja dann nix sagen. Unterdessen treffen wir auf Frau Blasebalg, die nebst Mann und Wanderluder einen Ausflug ins Sauerland unternommen hat. Zum gucken kommen auch. Mit Herrn Sportraucher, Frau Eriador und mir sind also gleich vier Twoday-Content-Luder in Schmallberg anwesend, und das ist ein komisches Gef&amp;uuml;hl, denn keiner von uns hat so richtig Bloggertreffen-Erfahrung. Trotzdem alles sehr nett, und ich bin mal gespannt, was der Blasebalg-Safari-Tross so an Premium-Foto-Content fabriziert hat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19.34 Uhr&lt;br /&gt;
Gerhard Meyer-Vorfelder ruft alle Bands auf die B&amp;uuml;hne, denn jetzt gibt&apos;s die Preise. Wir m&amp;uuml;ssen nat&amp;uuml;rlich total &amp;uuml;berrascht tun. Ich bin sogar so &amp;uuml;berrascht, da&amp;szlig; ich vergesse, Bier und Kippe aus der Hand zu nehmen, und nebenbei denke ich mir, da&amp;szlig; wir irgendwie voll die Asi-Band sind, weil wir st&amp;auml;ndig mit Bier und Kippe rumlaufen. Zumindest gerade jetzt und hier, auf der B&amp;uuml;hne, bei der Preisverleihung. Aber der Gedanke gef&amp;auml;llt, da so ein bisschen respektlos zu sein, wenn alle einen auf brav machen. Die Kollegen von der Regen-Band sind auch total &amp;uuml;berdreht, und rasten nat&amp;uuml;rlich vollends aus, als sie Ihren Preis in Empfang nehmen: Ein Essen f&amp;uuml;r die ganze Band. In Schmallenberg. Ich n&amp;ouml;hle von hinten: Hier, nicht alles auf einmal ausgeben und so! Und jetzt seid ihr Stars. Erst Schmallenberg, dann Top Of The Pops! Dann sind wir dran. Der zweite Platz. Der zweite Preis. Ich vermutete, es w&amp;uuml;rden zwei Essensgutscheine sein, weil das ja nur logisch ist, aber Gerhard Meyer-Vorfelder verbessert mich: Ein Hotelgutschein f&amp;uuml;r die Band. Riesenfreude bei uns, und die h&amp;auml;mischen Lacher, die wir den Essensgutscheingewinnern eben entgegenbrachten, kommen ohne Umwege zur&amp;uuml;ck. Und dann die Erstplatzierten, die lieben: 3 Stunden Tonstudio mit Tommy Astor! Man fasst es nicht. Auch wenn sowas im ersten Moment zur Schadenfreude animiert, bin ich doch ernsthaft neidisch, denn ich h&amp;auml;tte unsere Elektropunkmusik gerne mal der Countryfraktion um die Ohren gedonnert. Sowas kann unter Umst&amp;auml;nden wirklich befruchtend sein, und das ist mein ernst. Dennoch, ein Lachen kann man sich da trotzdem nicht verkneifen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20 Uhr&lt;br /&gt;
Der Spuk ist vorbei. Die Sieger durften noch mal zocken, ich h&amp;auml;tte mich gefreut, wenn wir so im Community-Sinne alle auf der B&amp;uuml;hne geblieben w&amp;auml;ren, und ganz Schlager-Grand-Prix-Like mitgeschunkelt h&amp;auml;tten, so im Sinne von &quot;Wir sind doch alle Sieger!&quot;, aber den Schmallenberger Veranstaltern war das wohl nicht so recht. Daf&amp;uuml;r konnten wir aber die gelegenheit gut nutzen, mit den drittplatzierten rumzufrotzeln. Herr Sportraucher lie&amp;szlig; es sich auch nicht nehmen, hier und da mit den S&amp;auml;ngerinnen rumzuflirten, w&amp;auml;hrend unsereins erst ein Autogramm von Tom Astor abzwackte, und dann auch noch der lebenden Legende auf der Herrentoilette gegen&amp;uuml;ber stehen durfte. Auff&amp;auml;llig: Herr Astor riecht nach Weihrauch, und w&amp;auml;scht sich nach dem Pinkeln nicht die H&amp;auml;nde. Auch auff&amp;auml;llig: Innerhalb von nur 30 Minuten f&amp;uuml;llte sich der Marktplatz zum bersten mit Tom Astor-Fans. Wenn die mal w&amp;uuml;ssten, was der f&amp;uuml;r eine Pottsau ist!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apropos Fans: Ein kleiner Junge namens Tobias will ein Autogramm von uns. Gibt&apos;s nat&amp;uuml;rlich auch. Ich werde jedoch pampig, als er auch Autogramme von den anderen Bands will. Klein-Tobi macht seinen Faux-Pas aber wieder wett, als er lauthals bekundet, da&amp;szlig; wir doch viel besser als Tom Astor sind. Mir f&amp;auml;llt jedoch auch auf, da&amp;szlig; ich gerade mit dem Stift ein Autogramm gegeben hab, mit dem Torsten Astor mir zuvor bereits eins gegeben hat, und in Anbetracht der Tatsache, da&amp;szlig; der Mann sich nach dem pinkeln nicht die H&amp;auml;nde gewaschen hat, f&amp;uuml;hle ich mich ein wenig schmutzig. Mir f&amp;auml;llt jedoch wieder ein, da&amp;szlig; der Stift ja gar nicht mir geh&amp;ouml;rt, sondern Frau E., und ich gebe ihn ihr dankend und mit einem netten L&amp;auml;cheln wieder zur&amp;uuml;ck. Jetzt erstmal H&amp;auml;nde waschen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/groupies.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Im Gegensatz zu uns hatte Frau Eriador Fans. Diese beiden Damen hier haben wohl die ganze Zeit mit offenen M&amp;uuml;ndern vor Frau E. gestanden. Ich vermutete zuerst, da&amp;szlig; es daran liegen k&amp;ouml;nnte, da&amp;szlig; Frau E. mit uns Rocks&amp;auml;uen rumh&amp;auml;ngt, aber letztendlich lag&apos;s wohl eher an ihrer Fesslungskraft, der ich ja auch irgendwie erlegen bin.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
22 Uhr oder so&lt;br /&gt;
Abfahrt gen Heimat, mit Volldr&amp;ouml;hnung Angelika Express zum mitsingen, netten Bekanntschaften, einem Gutschein, einem Autogramm und jeder Menge Erfahrung im Gep&amp;auml;ck. Und so sehr sich diese letzten drei Tage nach Provinz-Bashing deluxe anh&amp;ouml;ren m&amp;ouml;gen: Wir w&amp;uuml;rden den Spa&amp;szlig; f&amp;uuml;r Spritgeld und eine Kiste Bier jederzeit wieder mitmachen. Weil Stadtfeste rocken rockt. Sag ich jetzt mal so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/spiegel online.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Die Schmallenberger Jugend l&amp;auml;sst sich nur ungern fotografieren. Wenn man jedoch auf die Frage, f&amp;uuml;r was das Foto denn sei, lauthals &quot;Is f&amp;uuml;r Internezz. Spiegel online.&quot; antwortet, werden die Jugendlichen ganz fotogen, und wollen gleich mehrmals abgelichtet werden. Am Schluss mu&amp;szlig; man denen dann noch auf Nachfrage hin buchstabieren, dass die Internezz-Adresse www.spiegel.de ist, und alle sind gl&amp;uuml;cklich. Schmallenberg-Premium-Content. Ab Montag im Internezz. Jawohl!&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Epilog: &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
Mein Dank geht zu allererst an meine herzallerliebste liebe &lt;a href=&quot;http://eriador.twoday.net/&quot;&gt;Frau Eriador&lt;/a&gt;, die uns dazu ermutigt hat, das alles mitzumachen, und letzttendlich auch daf&amp;uuml;r gesorgt hat, da&amp;szlig; es uns &amp;uuml;berhaupt noch gibt, und das wir heil nach Hause gekommen sind. Dann nat&amp;uuml;rlich an meine werten Bandkollegen &lt;a href=&quot;http://sportraucher.twoday.net/&quot;&gt;Herr Sportraucher&lt;/a&gt; und Falk Bassist, die mich immer wieder mit gro&amp;szlig;em Stolz erf&amp;uuml;llen. Es ist mir eine Ehre, mit diesen beiden Dreckskerlen Musik machen zu d&amp;uuml;rfen. Dank auch an Frau Blasebalch f&amp;uuml;r den Regionalsupport. Und danke an die Jungs und M&amp;auml;dels von Rain doesn&apos;t matter f&amp;uuml;r den regen Erfahrungsaustausch und das am&amp;uuml;sante Astorbashing. Kein Dank geht an den Veranstalter. Wir hatten &quot;Evian&quot; auf dem Rider stehen, und es gab nur Reginaris. Das ist nicht nett. Dank aber an die Stadt Schmallenberg. Tolles Publikum, Superb&amp;uuml;hne, und jede Menge Premium-Weblogcontent. Kann ich jedem empfehlen. Wir kommen wieder. Und dann nehmen wir die B&amp;uuml;hne auseinander. Oder das Hotelzimmer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Edit:&lt;br /&gt;
Und falls jetzt immer noch jemand nicht wei&amp;szlig;, wer die Band ist. &lt;a href=&quot;http://www.lesmercredis.de/&quot;&gt;Bittesch&amp;ouml;n!&lt;/a&gt;.</description>
    <dc:creator>shhhh</dc:creator>
    <dc:subject>Bandtagebuch.</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 shhhh</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-30T10:04:30Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://freakshow.twoday.net/stories/315929/">
    <title>rock on schmallenberg. kapitel 3.</title> 
    <link>http://freakshow.twoday.net/stories/315929/</link>
    <description>&lt;i&gt;Ein Selbstversuch: Die Erlebnisse einer fast gescheiterten Deutschpopband, die ein halbes Jahr weder gespielt, noch geprobt, zwischenzeitlich den Drummer verloren, und gestern Abend erfahren hat, da&amp;szlig; sie &amp;uuml;bermorgen Abend als Gewinner eines Talentwettbewerbes auf einem Stadtfest im tiefsten Sauerland spielt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kapitel 3. Freitag, 27.8.&lt;br /&gt;
Kann ich bitte noch ein Bier...&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.45 Uhr&lt;br /&gt;
Schon wieder war der Herr Sportraucher fr&amp;uuml;her wach, Olympia guckend. Zumindest bin ich davon ausgegangen, als ich die Deutsche Nationalhymne aus meinem Wohnzimmer schallen h&amp;ouml;rte. Aber: Heute mal halbwegs fit in den Tag zu starten hat auch was f&amp;uuml;r sich. Das best&amp;auml;tigte sogar der Herr Sportraucher, der von meinen n&amp;auml;chtlichen Backingkorrekturen anscheinend gar nichts mehr mitbekommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10 Uhr&lt;br /&gt;
Seit einer Stunde im B&amp;uuml;ro. Pl&amp;ouml;tzlich ein Anruf. Der Veranstalter. Ob wir nicht unser Schlagzeug mit den zwei anderen Bands teilen k&amp;ouml;nnten, damit es weniger Umbaupausen gibt. Ich mu&amp;szlig; heftig lachen. H&amp;auml;tte der gute Mann mein Fax vom Vortag gelesen, w&amp;uuml;sste er, da&amp;szlig; wir keinen Drummer haben. Alles aus der Konserve, sage ich, sorry! Er schw&amp;auml;rmt noch ein wenig von der Profitechnik, die uns dort in der sauerl&amp;auml;nischen Provinz erwartet, und wie toll doch das Personal sei. Und da werden in meinem Hinterkopf wieder Erinnerungen wach, an die Profimischer, die uns letztes Jahr immer wieder mit gro&amp;szlig;en Worten best&amp;auml;tigten, wie gut sie doch an den Reglern seien. Und dann aber immer wieder scheiterten, wenn es um die Elektronik ging. Mischpultm&amp;auml;nner sind gescheiterte Rockmusiker, das ist Fakt. Und Rockmusiker haben ein Problem mit Elektronik, das ist auch Fakt. Und in Anbetracht des Schmallenberg-Gigs macht es mir Angst, zu wissen, da&amp;szlig; der Mann, der TOM ASTOR mischt, auch uns mischen wird. Obwohl: Elektrocountry w&amp;auml;re ja mal ein neuzuerfindendes Genre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
12.17 Uhr&lt;br /&gt;
Mittagspause mit meinem Kollegen, der n&amp;auml;chste Woche in Urlaub f&amp;auml;hrt. Ein quasi Ausstand beim China-Imbi&amp;szlig;. Ich bin v&amp;ouml;llig aufgedreht, wahrscheinlich, weil ich so gut geschlafen habe. Auf dem Weg zum Imbi&amp;szlig; steht unser Hausfotograf mit seinem Passat an der roten Ampel. Ich renne r&amp;uuml;ber, steige hinten bei ihm ein, und auf der anderen Seite wieder aus. Die erste Selbstbewusstseins&amp;uuml;bung vor dem gro&amp;szlig;en Schmallenberg-Gig entpuppt sich als gelungener Lacher bei ein paar Bankern, die wahrscheinlich nicht lachen w&amp;uuml;rden, wenn sie w&amp;uuml;ssten, wie mein Kontostand bei ihrer Bank aussieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Anfall von &amp;Uuml;bermut kaufe ich mir ein paar neue Sneaker. Schick f&amp;uuml;r&apos;s Konzert. Und um Frau E. zu beeindrucken. Schuhe sind wichtig, hab ich in der Bild der Frau gelesen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
14 Uhr &lt;br /&gt;
Ein kurzes E-Mail-Gesch&amp;auml;kere mit der herzallerliebsten Frau E., die sich jetzt auch eine Katze zulegen will, lenkt mich von meiner ansteigenden Nervosit&amp;auml;t ab. Praktisch ist so eine Katze ja schon, zumal man dann immer Premium-Weblog-Content hat, wenn mal kein Konzert ansteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15.54 Uhr&lt;br /&gt;
Mein Versicherungsmakler macht auf beleidigte Leberwurst. Eigentlich h&amp;auml;tte er heute einen Termin mit mir gehabt. So wie die letzten 8 Wochen auch. Aber da ich ihm die letzten 8 Wochen regelm&amp;auml;ssig abgesagt habe, muss ich diese Tradition fortf&amp;uuml;hren, und ihm heute schon wieder absagen. Denn. Schmallenberg geht vor Hausrat-Zusatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.30 Uhr&lt;br /&gt;
Die Probe beginnt. Anwesend ist auch Nico, der mit 2.80 Meter wohl gr&amp;ouml;&amp;szlig;te, mit 19 Jahren aber auch j&amp;uuml;ngste T&amp;uuml;rsteher der Welt. Ich nenne Nico immer Ingo, habe aber bis jetzt noch nicht begriffen, warum ich das tue. Ingo ist v&amp;ouml;llig begeistert von den neuen Songs, und geradezu erschrocken dar&amp;uuml;ber, da&amp;szlig; wir die so perfekt drauf haben, obwohl wir doch erst seit einem Tag proben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;nbsp;&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/ingo.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Das ist Ingo. Oder Nico. Ich wei&amp;szlig; es nicht mehr. Er ist 3.50 Meter gro&amp;szlig;. Wenn er sitzt, und von unserer Musik ergriffen ist, macht er sich jedoch so klein, da&amp;szlig; er kaum gr&amp;ouml;&amp;szlig;er als eine Bierkiste ist. Das Bier hei&amp;szlig;t &amp;uuml;brigens &quot;Schlappe Seppel&quot;, und den Rest kann man sich denken.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 20 Uhr&lt;br /&gt;
Frau E. taucht auf, schaut sich die Probe an, und l&amp;auml;&amp;szlig;t ein paar kritische Anmerkungen verlauten, die streckenweise durchaus berechtigt sind. Als in meinen Augen gr&amp;ouml;&amp;szlig;te Kritikerin z&amp;auml;hlt ihr Wort nat&amp;uuml;rlich doppelt und dreifach, und wenn sie sagt: &quot;Hoffentlich geht ihr auf der B&amp;uuml;hne genauso aus Euch raus wie hier!&quot;, dann hat man das ernstzunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;290&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/raucher.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Wenn man mal genau auf den Amp vom Herrn Sprtraucher guckt, wei&amp;szlig; man auch, warum er sich so nennt. Denn das gute St&amp;uuml;ck war mal schneewei&amp;szlig;, und ist jetzt nikotingelb. Und wenn man das teil auf den Kopf stellt, kann man sich eine ganze Stange Zigaretten aus dem herausfallenden Tabak drehen. Bestimmt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 23 Uhr&lt;br /&gt;
6 Stunden geprobt, v&amp;ouml;llig durchn&amp;auml;sst, satt von ranzigen Fritten und diversen Bieren. Fix und fertig. Irgendwas in mir ruft nach Bett. Nerv&amp;ouml;s? N&amp;ouml;. Nur ausgelaugt. Aber zufrieden. Die Setlist steht wie ein Brett. 10 Songs machen 34 Minuten Elektrorocknroll. Keine Zeit zum durchatmen.</description>
    <dc:creator>shhhh</dc:creator>
    <dc:subject>Bandtagebuch.</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 shhhh</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-30T07:17:39Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://freakshow.twoday.net/stories/314338/">
    <title>Rock on Schmallenberg. Kapitel 2.</title> 
    <link>http://freakshow.twoday.net/stories/314338/</link>
    <description>&lt;i&gt;Ein Selbstversuch: Die Erlebnisse einer fast gescheiterten Deutschpopband, die ein halbes Jahr weder gespielt, noch geprobt, zwischenzeitlich den Drummer verloren, und gestern Abend erfahren hat, da&amp;szlig; sie &amp;uuml;bermorgen Abend als Gewinner eines Talentwettbewerbes auf einem Stadtfest im tiefsten Sauerland spielt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Kapitel 2. Donnerstag, 26.8.&lt;br /&gt;
Wenn das nicht klappt, h&amp;ouml;r ich mit dem Musikmachen auf. Oder ich gr&amp;uuml;nde eine Coverband. Das ist schlimmer als aufh&amp;ouml;ren!&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
- Leider keine Fotos, Kamera vergessen! -&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.15 Uhr&lt;br /&gt;
Ich h&amp;ouml;re ein Rumpeln in meinem Badezimmer, schrecke auf, beschliesse dann aber doch noch liegenzubleiben, weil selbst das lauteste Rumpeln kein Grund ist, nach 3 Stunden Schlaf wieder aufzustehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
8.45 Uhr&lt;br /&gt;
Das Rumpeln entpuppt sich als Kollege Sportraucher, der seinen zugewiesenen Schlafplatz wohl schon fr&amp;uuml;her verlassen hatte, und v&amp;ouml;llig frisch in meinem Wohnzimmer sitzt, um Olympia zu gucken. Da&amp;szlig; mir das als Morgenmuffel nat&amp;uuml;rlich komisch vorkommt, kann er nicht wissen, aber wir wohnen ja auch nicht zusammen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.08 Uhr&lt;br /&gt;
Ich erreiche - mit Keyboardst&amp;auml;nder, meinem Lieblingssynthesizer und dem Multitrackrekorder im Schlepptau - das B&amp;uuml;ro. Die Equipmentschlepperei m&amp;uuml;ssten eigentlich l&amp;auml;ngst andere machen, aber in Zeiten einer kollabierenden Musikindustrie, die Hits wie &quot;Dragostea Din Tei&quot; gleich doppelt und dreifach rausbringt, darf man sowas nicht mehr erwarten. Ganz im Gegenteil: Ich bin mir sicher, da&amp;szlig; im Tonstudio generierte Projekte wie Haitschi! (oder wie auch immer die heissen) gar nichts an Equipment haben, was transportiert werden m&amp;uuml;sste. CD mit dem Playback, und fertig. Sowas sollten wir auch mal machen...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
9.46 Uhr&lt;br /&gt;
Erste Google-Recherchen liefern faszinierende Fakten zu unserem &quot;Erfolg&quot;. &lt;a href=&quot;http://www.schmallenberger-woche.de/&quot;&gt;Schmallenberg&lt;/a&gt; ist eine kleine Stadt im Sauerland. Die Schmallenberger-Woche, so der Name des Stadtfestes, findet von Mittwoch bis Sonntag statt. In diesem Rahmen treten auch die Sieger des WDR-Talentwettbewerbes auf, am Samstag, um 18 Uhr. Auf der gleichen B&amp;uuml;hne, auf der auch der legend&amp;auml;re Tom Astor nebst Band kaum drei Stunden sp&amp;auml;ter die Massen begeistern wird. Und: Der aAuftritt auf der B&amp;uuml;hne ist eigentlich der Hauptgewinn. Zwar schreibt der WDR auf seiner Homepage irgendwas von &quot;weiteren Preisen&quot;, aber wenn ich dar&amp;uuml;ber nachdenke, will ich eigentlich gar nicht wissen, was die weiteren Preise sein k&amp;ouml;nnten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
10.15 Uhr&lt;br /&gt;
Mein B&amp;uuml;ro-Itunes nudelt unentwegt unsere Setlist runter. Ich kann und will mich gerade gar nicht auf die Arbeit konzentrieren. Und in gewisser Weise bin ich da auch neidisch auf die Kollegen Sports&amp;auml;nger und Bassist, die jetzt zu Hause im Bettchen liegen und brav schlummern. Aber was soll&apos;s. Stundenten halt. Die d&amp;uuml;rfen das. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13 Uhr&lt;br /&gt;
Anruf vom WDR. Man gibt mir die Kontaktdaten f&amp;uuml;r den technischen Verantwortlichen durch. Dem mu&amp;szlig; ich unseren Rider schicken. F&amp;uuml;r alle Nichtmusiker: Ein Rider ist eine lose Blattsammlung, auf der genau steht, was wir vorzufinden haben, wenn wir die B&amp;uuml;hne betreten. Also im technischen Sinne. Monitorboxen, wieviel Kabel gehen von uns in das Mischpult wieviel kommen zur&amp;uuml;ck, etc. Da wir ja letztes Jahr fast den Durchbruch hatten, sieht unser Rider nat&amp;uuml;rlich volumin&amp;ouml;s aus. Viel zu volumin&amp;ouml;s f&amp;uuml;r Schmalleberg. So volumin&amp;ouml;s, da&amp;szlig; wir neben den technischen Angaben auch einen kulinarischen Rider mit genauer Auflistung unserer Ess- und Trinkgewohnheiten haben. Und einen Stageplot, also eine Anleitung, wo was auf der B&amp;uuml;hne zu stehen hat. Nat&amp;uuml;rlich war da noch &amp;uuml;berall unser Drummer vermerkt, und den aus allen angaben rauszuk&amp;uuml;rzen, hat zur Folge, da&amp;szlig; wir pl&amp;ouml;tzlich nur noch 2 statt 3 Bl&amp;auml;tter mit Angaben ben&amp;ouml;tigen. Das Ding sieht dennoch viel zu &amp;uuml;berzogen aus, und w&amp;auml;hrend ich die Zettel nach Schmallenberg faxe, frage ich mich, was der Veranstalter wohl denken wird, wenn eine &quot;Nachwuchsband&quot; 6 Flaschen Evian, ausreichen Bier, Buffett und einem Metallica-Konzert Konkurrenz machende Technik fordert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
13.30 Uhr&lt;br /&gt;
Die &lt;a href=&quot;http://www.szene-insite.de/&quot;&gt;Schmallenberger Online-Presse&lt;/a&gt; wird auf uns aufmerksam. Unterdessen wird auch eine andere, bekannte &lt;a href=&quot;http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/on/18204/1.html&quot;&gt;Online-Publikation&lt;/a&gt; auf die Freakshow aufmerksam, was zus&amp;auml;tzliche Nervosit&amp;auml;t mit sich bringt. Dazu aber n&amp;auml;chste Woche mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15 Uhr&lt;br /&gt;
ich werde nerv&amp;ouml;s. In knapp 3 Stunden beginnt die Probe, und ich hab keinerlei Ahnung, was ich zu meinen eigenen Songs spielen soll. Klar, das Viertel-Playback auf dem Multitrackrekorder macht die Sache f&amp;uuml;r mich bequem, denn eigentlich m&amp;uuml;sste ich nichts mehr spielen, aber nur gelangweilt rumstehen ist ja dann auch eher Haiduci als Elektropop. In einem Anfall von Panik packe ich mitten im B&amp;uuml;ro den Synthesizer aus, und fange an, auf wahllossen Zetteln Sounds zu notieren, die ich live benutzen k&amp;ouml;nnte. Das ist harte Konzentrationsarbeit, die ich eigentlich in den Proben machen m&amp;uuml;sste, aber wenn man eben ein halbes Jahr lang nicht mehr geprobt hat, und dann nur noch zwei Tage Zeit hat, 10 Songs einzu&amp;uuml;ben, wird&apos;s ein wenig knapp. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
16.07 &lt;br /&gt;
Ich breche nach dem dritten Song ab. Zum einen, weil der Durchgangsverkehr hier im B&amp;uuml;ro einfach zu gro&amp;szlig; ist, und ich mir ein wenig d&amp;auml;mlich vorkomme. Zum anderen, weil ich aus anderen Gr&amp;uuml;nden v&amp;ouml;llig unkonzentriert bin, und diese erstmal f&amp;uuml;r mich kl&amp;auml;ren will (keine intimen Details hier).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.17 Uhr&lt;br /&gt;
Herr Sportraucher und Herr Bassist tauchen auf. Der Wagen wir vollgepackt, und so bedauerlich es auch ist, keinen Drummer mehr zu haben, so entspannend ist es auch, zu sehen, da&amp;szlig; man pl&amp;ouml;tzlich mit einem Auto auskommt, um das ganze Equipment nebst Band und Bierkasten durch die Gegend zu fahren. Als wir letztes Jahr die kleine Tour hatten, waren grunds&amp;auml;tzlich entweder mindestens zwei Autos oder ein Gro&amp;szlig;raumtransporter von N&amp;ouml;ten, und in Anbetracht der geringen Gagen, die man heute bekommt, mussten wir eigentlich immer draufzahlen, wenn&apos;s um benzin oder Automiete ging. Zumal: Mit einem nagelneuen, bei einem meiner Kunden geliehenen Chrysler Voyager inkl. elektrischer T&amp;uuml;ren und abgedunkelter Fenster in einer der schlimmsten Ecken D&amp;uuml;sseldorfs rumzugondeln - letztes Jahr - hatte ebenfalls  soviel Rockappeal wie Haiducevapcic. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
17.47 Uhr&lt;br /&gt;
Das Leben ist nicht leicht, wenn man einen vergesslichen Bassisten hat. Im schlimmsten Falle mu&amp;szlig; man multiple Fahrten in selbe Richtungen in Kauf nehmen. Wegen vergessener Mikrofonklemmen. Aber was soll&apos;s! Es siite in sch&amp;ouml;nes Gef&amp;uuml;hl, wieder als &quot;Band&quot; im Auto unterwegs zu sein - nach so langer Zeit. Ich erz&amp;auml;hle von meinen Google-Recherchen, und das ich mittlerweile auch wei&amp;szlig;, wer die anderen zwei Bands sind. Bemerkenswerterweise ist die Auswahl der Jury mal wieder mehr als fragw&amp;uuml;rdig. Das ist so eine Sache, die uns letztes Jahr immer wieder passiert ist: Mit Bands, zu denen wir gar nicht passen, auf eine B&amp;uuml;hne gestellt zu werden. Die beiden Mitbewerber kommen aus dem Rockumfeld, und haben Frontfrauen, die sich sehr &amp;auml;hnlich klingen. Was Herrn Sportraucher, der ja erkl&amp;auml;rter Single ist, nat&amp;uuml;rlich ein L&amp;auml;cheln auf die Lippen zaubert, mir wiederum ein wenig zu denken gibt. Im Sinne von: Da stehen zwei Bands auf der B&amp;uuml;hne, die f&amp;uuml;r meinen Geschmack sehr, sehr gleich klingen. So eine mischung aus Die Happy und Die Happy. Und dann wir, als die deutschsprachigen Pet Shop Boys in laut, mittendrin. Kann das funktionieren? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich erz&amp;auml;hle vom &quot;&amp;Uuml;berraschungsgewinn&quot;, und bei den anderen Herren bricht Panik aus. &quot;Jetzt stell Dir vor, die sagen: &apos;Hey, ihr habt zwei Wochen Studioaufenthalt bei einem legend&amp;auml;ren Produzenten in Leverkusen gewonnen. Der hat sogar mal Kraftwerk produziert&apos;!!!&quot;...&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
(Hintergrund: Besagter Produzent sollte letztes Jahr unsere Deb&amp;uuml;t-Single produzieren. Die Sache ging jedoch dermassen daneben, da&amp;szlig; das Label dann eine relativ hohe Rechnung auf unsere Kosten hatte, und wir nicht wie wir, sondern wir Haiduci... nein, wie Klaus Lage klangen. Ein Debakel, da&amp;szlig; letztendlich zu unserem Labelrausschmiss f&amp;uuml;hrte.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Dann w&amp;uuml;rd ich mit dem Musikmachen auf der Stelle aufh&amp;ouml;ren!&quot;, entgegne ich. &quot;Und ich mach ne Coverband auf. Das ist schlimmer als aufh&amp;ouml;ren!&quot; unkt Herr Bassist. In einem Roman w&amp;uuml;rde jetzt sowas stehen wie: Und wir lachten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Und wir lachten!&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
19 Uhr&lt;br /&gt;
Den neuen Proberaum eingeweiht, die ersten drei nagelneuen Songs sitzen perfekt, darunter ist einer, den wir gleich mehrmals spielen wollten, weil er einfach Spa&amp;szlig; machte. Herr Bassist singt zum ersten mal Backingvocals mit, auch ich bin wesentlich unverkrampfter. Herr Sportraucher, der sich sonst hinter seiner Gitarre versteckt, wenn er singt, geht aus sich raus, da bei einigen Nummern keine Gitarre gebraucht wird. Es rockt. Wie sau. Wir kommen erstaunlich schnell voran, fast schon zu schnell. Da mu&amp;szlig; irgendwo ein Haken sein. Kein erkennbarer, aber das hier ist alles zu perfekt und zu rund. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.30 Uhr &lt;br /&gt;
Erst jetzt merken wir, da&amp;szlig; wir gerade 8 neue Songs OHNE DRUMMER gespielt haben, und das es keinem von uns aufgefallen ist. Meine zusammengezimmerten Drumbackings machen sich gut, ich selbst bin seit langem mal wieder stolz auf meine Arbeit, da in diesem reduzierten Kontext meine Elektronik endlich das ist, was sie immer sein sollte, aber live nie sein konnte: Das Hauptmerkmal unserer Musik. Ein paar Nummer entpuppen sich als absolute Mit- und Abgeher, von denen man nicht genug bekommt, unter anderem das gerade mal ein paar Tage alte &quot;Das letzte Deiner Art - Sprengkommando Dieter Bohlen&quot;, welches in musikalischer Hinsicht eine Hommage an die fr&amp;uuml;hen &quot;Der Plan&quot;-Sachen ist. Allerdings weiss nur ich das, denn Herr Sportaraucher und Herr Bassist sind ja keine Elektroniker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
23.00 Uhr&lt;br /&gt;
Die erste Probe ist durch. Wir sind rundum zufrieden. Es gibt noch ein paar kosmetische Korrekturen in den Backings, die ich mache, w&amp;auml;hrend Herr Sportraucher wieder auf dem Sofa n&amp;auml;chtigt und Herr Bassist die Siegener Gastronomie unsicher macht. Gegen 1.30 Uhr gehe ich zufrieden aber v&amp;ouml;llig geschafft ins Bett, und freue mich - soweit ich das in Anbetracht der anderen, hier nicht erw&amp;auml;hnten Sorgen, die unentwegt durch meinen Kopf schwirren, noch kann - auf den morgigen Tag, die morgige Probe, und den Gig. Aber generell ist es so, da&amp;szlig; die n&amp;auml;chste Probe nur schlecht werden kann, denn das ist bei so einem gelungenen Einstand immer so. Vielleicht der Haken, den wir die ganze Zeit suchen.</description>
    <dc:creator>shhhh</dc:creator>
    <dc:subject>Bandtagebuch.</dc:subject>
    <dc:rights>Copyright &#169; 2004 shhhh</dc:rights>
    <dc:date>2004-08-27T09:13:21Z</dc:date>
  </item> 
  <item rdf:about="http://freakshow.twoday.net/stories/313455/">
    <title>Rock on Schmallenberg. Kapitel 1.</title> 
    <link>http://freakshow.twoday.net/stories/313455/</link>
    <description>&lt;i&gt;Ein Selbstversuch: Die Erlebnisse einer fast gescheiterten Deutschpopband, die ein halbes Jahr weder gespielt, noch geprobt, zwischenzeitlich den Drummer verloren, und gestern Abend erfahren hat, da&amp;szlig; sie &amp;uuml;bermorgen Abend als Gewinner eines Talentwettbewerbes auf einem Stadtfest im tiefsten Sauerland spielt.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;i&gt;Kapitel 1. Mittwoch, 25.8.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;
&lt;b&gt;Mein Heroin ist alle und die Mauer ist weg! &lt;/b&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.13 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als das Handyklingeln das Gespr&amp;auml;ch zwischen der herzallerliebsten Frau E. und mir unh&amp;ouml;flich unterbrach, wurde ich stutzig. Eine mir g&amp;auml;nzlich unbekannte Nummer versuchte mich zu kontaktieren, und g&amp;auml;nzlich unbekannte Nummern verheissen eigentlich nichts Gutes. Im Regelfall Morddrohungen, Geldprobleme, geplatzte Drogendeals oder falsch verbundene oder gar perverse Gespr&amp;auml;chsteilnehmer. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&quot;Hallo, hier ist M. vom WDR, ihr seid einer der Gewinner unseres Talentwettbewerbes, seid unter den ersten Dreien, und d&amp;uuml;rft am Samstag in Schmallenberg spielen.&quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.15 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fragen &amp;uuml;ber Fragen machen sich in meinem Kopf breit. Auf Liegest&amp;uuml;hlen so gro&amp;szlig; wie Allradfahrzeuge. Wieso ist in 3 Tagen schon Samstag? Wann soll ich die Elektronik programmieren? Wieso haben wir die letzten 6 Monate nicht geprobt? Kann das ohne Drummer &amp;uuml;berhaupt gut gehen? Wieso ausgerechnet wir? Und was ist Schmallenberg? Unzufriedenheit strahlt aus meinem Gesicht, und Frau E. ermuntert folgerichtig mit dem Hinweis, da&amp;szlig; wir den Arsch nie wieder hochkriegen werden, wenn wir die Chance nicht wahrnehmen. Ein Anruf bei Herrn Sportraucher, der unser S&amp;auml;nger ist, sorgt f&amp;uuml;r mehr Konfusion als Aufkl&amp;auml;rung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
20.20 Uhr &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich n&amp;ouml;tige Frau E., mir bei einer Setlist zu helfen. Wie Frauen nun mal so sind, schafft Sie es gleichzeitig den Ikea-Katalog durchzubl&amp;auml;ttern, ihren eher zerm&amp;uuml;rbenden Tag in Worte zu fassen, die passenden Kommentare zu den ausgew&amp;auml;hlten Songs abzuliefern und eine erste Setlist zu Papier zu bringen. In exakt dieser Zeitspanne gelingt es mir gerade mal, eine Zigarette anzustecken. Und das auch nur mit gro&amp;szlig;er M&amp;uuml;he. Bilder von Flugzeugabst&amp;uuml;rzen, Autounf&amp;auml;llen und schwarzen Unterhosen geistern durch meinen Kopf, als Frau E. sich lauthals &amp;uuml;ber das 119,- Euro g&amp;uuml;nstige Bettgestell von Ikea ausl&amp;auml;sst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 21 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Meine Liebe Frau E. verl&amp;auml;sst mich. Zum Gl&amp;uuml;ck nur f&amp;uuml;r diesen Abend. Anders w&amp;auml;re &amp;uuml;berhaupt nicht gut. Ich habe eine lange Nacht vor mir, so viel steht fest. Backings programmieren. Den Drummer ersetzen. Letztendlich also die musikalische Basis der Songs aus der Setlist auf einen Mehrspurrekorder ziehen, soda&amp;szlig; bei Konzerten der Mann am Mischpult zum einen die Elektronik, zum anderen dir Drums nachbearbeiten kann. Schei&amp;szlig;arbeit. Kann man mit dem sortieren eines buntgemischten Haufens Legosteine vergleichen. Nach Farbe und Form. Am Schluss ist man froh, da&amp;szlig; man sowas geschafft hat, aber der Weg dahin ist schwer, m&amp;uuml;ssig und irgendwie auch nur was f&amp;uuml;r Menschen, die wohl auch Freude am Briefmarkensammeln haben. Wobei: das hab ich auch mal. Da war ich 10 oder so. Die erste Aufreissmasche. Aber da ist eine andere Geschichte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Sportraucher klingelt an. Will Details wissen. Ich wei&amp;szlig; keine Details. Ich wei&amp;szlig; ja noch nichtmal was genau Schmallenberg ist. Fragt, ob er vorbei kommen soll. Ich denke kurz nach, aber es kommt mir wie eine Ewigkeit vor. Eine Arbeit, die ich die letzten 2 Jahre alleine gemacht hab, ohne Zugucker. Warum sollte ich diese Einstellung nicht auch &amp;auml;ndern, wenn mittlerweile sowieso alles anders ist. Ich sage ja, und Herr Sportraucher will in versprochenen 10 Minuten da sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
21.45 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Herr Sportraucher erscheint. V&amp;ouml;llig aufgeregt. Er erz&amp;auml;hlt mir etwas von seinem Tag, aber ich bin mehr oder minder in die Backings vertieft. Eher mehr als minder. Er erweist sich als nachsichtig, will zwischendurch auch ein paar Kn&amp;ouml;pfe dr&amp;uuml;cken, darf aber nicht, weil Kn&amp;ouml;pfedr&amp;uuml;cken mein Job ist. Er soll singen, nicht drehen und dr&amp;uuml;cken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;img width=&quot;400&quot; height=&quot;300&quot; title=&quot;&quot; src=&quot;http://twoday.net/static/freakshow/images/setlist les mercredis.jpg&quot; alt=&quot;&quot; /&gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
ca. 5 Uhr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mittlerweile sind die Backings alle funktionst&amp;uuml;chtig im Multitrackrekorder, Herr Sportraucher funktionsunt&amp;uuml;chtig auf dem Sofa, und Herr Bassist munter auf meinen Stuhl, w&amp;auml;hrend ich irgendwo am Boden krieche. Wie es mir geht? Mein Heroin ist alle und die Mauer ist weg. Herr Bassist, der irgendwann auch auftauchte, h&amp;ouml;rt sich noch ein mal eine der Nummern an, vor denen er Angst hat. Und da f&amp;auml;llt es mir auch auf: 8 der 10 Nummern auf dieser eben spontan zusammengestellten Setlist haben wir noch nie gespielt. Geschweigedenn geprobt. Geschweigedenn gelernt. Die Konsequenz: Heute und Morgen wird wohl die mitunter h&amp;auml;rteste Bandprobe stattfinden, die diese Stadt je geh&amp;ouml;rt hat. F&amp;uuml;r Schmallenberg. F&amp;uuml;r Samstag. F&amp;uuml;r&apos;s Stadtfest, irgendwo im tiefsten Sauerland. Erw&amp;auml;hnte ich bereits, da&amp;szlig; mein Heroin alle ist...</description>
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